höchsten Sparquoten in Europa
höchsten Sparquoten in Europa

Banken im Ausland, wie zum Beispiel Raisin DS, bieten oftmals höhere Zinssätze im Vergleich zu niedrigen Zinsen bei deutschen Banken an. Doch was sind die Vor- und Nachteile, die es zu beachten gilt, wenn man plant, im Ausland Geld anzulegen? Der Hauptgrund sind offensichtlich die bedeutend höheren Zinsraten. Jedoch gibt es auch Risiken dabei zu beachten.

Wir können folgende Empfehlungen für ausländische Banken mit den höchsten Zinssätzen in Europa aussprechen, bei denen sich das Anlegen von Geldsummen lohnt:

Das FinTech-Unternehmen Raisin DS, in Deutschland vor allem unter dem Namen „WeltSparen“ bekannt, bietet über seine Plattform Festgeld-Anlagen von Instituten mit Spitzenwerten von bis zu 1,50 % Zinsen pro Jahr an.

Die Anlageplattform Bondora Go & Grow bietet eine ganz andere Art des Investments. Hier wird einem eine feste Verzinsung von 6,75 % jährlich geboten, doch es gibt einen Haken: Anstatt Geld bei einer Bank anzulegen, investiert man in Privatkredite und profitiert dabei von keinen Kapitalsicherungen.

Anlegen bei Auslandsbanken

Das Ansparen von Geld ist sinnvoll, denn eine Anlage kommt mit Vorteilen wie finanzielle Sicherheit, die einen auf unerwartete Ausgaben vorbereitet. Bei größeren Ausgaben lässt sich außerdem sparen, indem man zum Beispiel die kostenintensivere Ratenzahlung umgeht.

Erwähnenswert ist jedoch, dass der Geldwert mit steigender Inflationsrate geschwächt wird. Beim täglichen Gang in den Supermarkt wird es einem deutlich vor Augen geführt: Alles wird teurer, man kann mit dem vorhandenen Geld immer weniger kaufen und angespartes Geld ist da keine Ausnahme. Um beim Anlegen im Vorteil zu bleiben, ist es nötig, sein Geld zu einem höheren Zinssatz als die Inflationsrate anzulegen.

Diesen hohen gewünschten Zinssatz kann man bei ausländischen Banken erhalten. Die Zinsraten im Ausland sind signifikant höher als in Deutschland, sodass sich die Anlage auch in Zeiten der Inflation lohnt. Wer sich Sorgen um die Sicherheit seiner Spareinlagen macht, kann beruhigt sein.

Wer eine europäische Bank für seine Investments nutzt, ist durch die gesetzlich geregelte Einlagensicherung in der EU geschützt. Angesparte Summen bis zu 100.00 Euro und umgerechnet in Fremdwährungen sind abgesichert, auch in dem seltenen Fall, dass das genutzte Bankinstitut Insolvenz anmelden würde.

Achtung ist bei Festgeldanlagen geboten, denn wer sich hier an lange Anlagezeiten von 10 bis 30 Jahre bindet, muss wissen, dass während dieser langen Periode kein Zugriff auf das Geld ohne Gebührenkosten möglich ist. Dies kann bei Auslandskonten der Fall sein, vor allem, wenn man sich für hohe Zinssätze entscheidet. Möchte man vor Ablauf der Laufzeit auf sein Geld zugreifen, ist dies mit Verlusten verbunden.

Der Kunde ist dafür verantwortlich, zu prüfen, ob das genutzte Anlageprodukt dem Kapitalschutz unterliegt. Einige Investments sind von der Sicherung nicht eingeschlossen. Ist die Anlage durch die EU-Einlagesicherung geschützt, sind Summen bis 100.000 Euro pro Bank und Kunde sicher.

Bei der Auszahlung ist es möglich, dass die Anlage in inländischer Währung ausgezahlt wird, zum Beispiel in Pfund Sterling (Vereinigtes Königreich) oder Schwedischen Kronen. In diesem Fall werden Gebühren für den Währungsumtausch erhoben, was bei hohen Geldsummen zu einem erheblichen Verlust führen kann. Auch muss mit hohen Bearbeitungszeiten bei der Auszahlung durch die Nationalbank gerechnet werden.

Ob Steuern für die Geldanlage während oder nach Ablauf der Kontolaufzeit fällig sind, sollte im Vorfeld geklärt werden, um keine böse Überraschung erleben zu müssen. Die doppelte Besteuerung von Geldanlagen kann vermieden werden, indem Steuererklärungen und Unterlagen zur Quellensteuer im Ausland fristgerecht und fachgerecht eingereicht werden. Die Quellensteuer wird von den nationalen Bankinstituten erhoben, wenn man Kapitale anlegt.

Die höchsten europäischen Zinsraten

Auf WeltSparen kann man die aktuellen und besten Zinsraten im Überblick finden. Die Plattform erlaubt den Nutzern Zugriff auf Angebote von Finanzinstituten, die diese über WeltSparen freigeben und vermarkten. Da diese Angebote dem europäischen Kapitalschutz unterliegen, geht man bei Summen bis zu 100.000 Euro nur ein geringes Anlagerisiko ein.

Die höchsten weltweiten Zinsraten

Außerhalb der EU kann man noch höhere Zinsraten erzielen, jedoch ist diese Art der Anlage mit bedeutenden Nachteilen verbunden, die im Folgenden zusammengefasst werden. Als Beispiele für ausländische Quoten kann man hier die Festgeldanlage in Südafrika bei der Capitec Bank nennen, die im Durchschnitt 5 % bietet, Vietnam bietet bei der ABC Bank sogar 10 %. Um an so eine Sparquote zu kommen, gibt es strenge Bedingungen, die mit dem Abschließen einer solchen Kapitalanlage einhergehen.

Oftmals ist eine Hauptvoraussetzung, dass man über einen offiziellen Wohnsitz in dem jeweiligen Land verfügt, inklusive gültigem Visa. Ein Einkommensnachweis oder beruflicher Nachweis kann bei einigen Banken ebenso von Nöten sein, was die Eröffnung einer Auslandsanlage erschwert.

Zusätzliche Probleme treten auf, wenn man eine Einzahlung auf das Konto tätigt. Bei Währungsumrechnungen entstehen immer Kosten durch die Gebühren, die anfallen, sobald man von Euro in die Lokalwährung wechselt. Je höher die Einzahlung, desto höher sind die Umrechnungsgebühren.

Fluktuationen in der genutzten Währung sorgen für signifikante Schwankungen – vor allem in den unteren Bereich – und sorgen für einen geringeren Wert der angelegten Geldsumme. Politische und wirtschaftliche Schwankungen sorgen ebenfalls für Unsicherheiten.

Muss die genutzte Bank Insolvenz anmelden oder die Wirtschaft bricht ein, wird man Geld verlieren. Wie hoch die verlorene Summe sein wird, kann man nicht voraussagen. Hat man Anrecht auf die Einlagesicherung, ist es jedoch möglich, den Großteil seiner angesparten Summe zurückzuerhalten, wenn auch mit möglichen Einbußen.

Zusammengefasst

Am sichersten läuft man, wenn man Investments in Deutschland oder der EU tätigt, da man so durch die gesetzliche Einlagesicherung im Schadensfall weitestgehend geschützt bleibt. Die Risiken bei Anlagen im EU-fernen Ausland sind äußerst hoch und lohnen sich langfristig nicht, falls es zum Schadensfall kommen sollte.

Einlagesicherungen mit gesetzlich geregeltem Schutz für Kunden und Banken, die bis zu 100.000 Euro abdecken, sind ausschließlich in der EU verfügbar. Auch wenn Zinssätze von 5% oder sogar 10 % attraktiv erscheinen, ist der Preis dafür hoch und risikoreich.