Kautionskredit
Kautionskredit

Was ist ein Kautionskredit?

Um die Kaution für eine gemietete Immobilie aufzubringen, gibt es die Möglichkeit, ein klassisches Darlehen aufzunehmen und die Summe auf das Mietkautionskonto des Vermieters einzubezahlen. Die anfallenden Guthabenzinsen stehen dem Mieter, der zugleich Kreditnehmer ist, zu. So lange die Guthabenzinsen dieses Kontos die Kreditzinsen übersteigen, erwirtschaftet er einen positiven Saldo mit seiner kreditfinanzierten Kaution. Meistens werden die Darlehenszinsen jedoch höher als die Guthabenzinsen sein und somit die Kosten des Darlehens nicht decken.

Ein Darlehen für eine Mietkaution wird durch Zinsen finanziert. Die Laufzeit sollte möglichst kurz gewählt werden, um die Kosten niedrig zu halten. Mit dem Haushaltsrechner können Sie einfach und bequem die höchstmögliche Monatsrate berechnen, die Ihr Haushaltsbudget zulässt.

Definition des Kautionskredits

Es gibt drei verschiedene Varianten, um einen Kautionskredit zu definieren.

  1. Eine Bankbürgschaft oder eine Bankgarantie, die vom Kreditinstitut gegenüber dem Vermieter abgegeben wird. Diese erhöhen die Kreditwürdigkeit eines Mieters. Außerdem hat der Vermieter die Sicherheit, dass ausbleibende Mietzahlungen oder Schäden am gemieteten Objekt bis zur Höhe der Kaution abgesichert sind. Der Vermieter muss diesem Verfahren zustimmen, da er im Gegensatz zu einer echten Kautionszahlung keinen Zugriff auf ein Guthaben hat. Er hat lediglich die Zusicherung der Bank.
  2. Obwohl die Ratenzahlung der anfallenden Kaution kein Darlehen im eigentlichen Sinn ist, wird es im Volksmund auch als Kautionskredit bezeichnet. In diesem Fall treffen Vermieter und Mieter eine Absprache, dass die Kaution in mehreren Raten gezahlt wird. Dieser Fall ist kein echter Bankkredit, kommt aber in der täglichen Praxis häufiger vor als die Bankbürgschaft für die Kaution, wie sie unter Punkt 1 beschrieben wurde.
  3. Der klassische Bankkredit zur Finanzierung der Mietkaution wird besonders häufig angewendet. Die Kautionssumme wird durch die Aufnahme eines Darlehens bei einer Bank aufgebracht, in einem einzigen Betrag an den Vermieter überwiesen und dann in monatlichen Raten an den Darlehensgeber zurückgezahlt.

    Falls der Vermieter sich nicht auf eine Ratenzahlung der Kaution einlässt, muss man ohne die notwendigen Rücklagen auf einen Kautionskredit zurückgreifen. In Zeiten niedriger Zinsen kann das eine Kostenvorteil mit sich bringen.

Hier können Sie nachlesen, welche Vorteile ein Kautionskredit hat. Außerdem können Sie bei Top5Credits einen günstigen Mietkautionskredit finden.

Auf diese Art finden sie den besten Kautionskredit

  • Starten Sie mit dem Kreditvergleich: Als Kreditbetrag geben Sie die Summe Ihrer Mietkaution ein. Damit erhalten Sie eine Übersicht von passenden Kreditinstituten. Bei der Laufzeit des Darlehens können Sie verschiedene Varianten erstellen.

    Unser Tipp: Wählen Sie die kürzeste Laufzeit, bei der die Rückzahlungsraten noch bequem in Ihr monatliches Haushaltsbudget passt. Sie sollten diesen Kautionskredit spätestens am Ende des vereinbarten Mietverhältnisses abbezahlt haben.
  • Tragen Sie Ihre persönlichen Daten ein. Sie erhalten dann innerhalb weniger Sekunden Ihre individuellen Zinssätze.
  • Beantragen Sie Ihren Wunschkredit. Sobald Sie ein geeignetes Angebot für ein Darlehen gefunden haben, reichen Sie den Kreditantrag und die von der Bank benötigten Unterlagen ein. Eine Legitimation wird ebenfalls verlangt. Sie bekommen nach der Annahme des Antrags das Geld innerhalb weniger Tage auf Ihr Girokonto gutgeschrieben.

Wie Sie mit einem Kautionskredit Ihre Mietkaution finanzieren

Nachdem Sie den Mietvertrag unterschrieben haben, müssen Sie dem Vermieter die Mietkaution überweisen. Falls durch den Umzug Ihre Haushaltskasse zu arg strapaziert wurde, kann ein klassisches Bankdarlehen aus dem Engpass helfen. Um viel Geld zu sparen, empfehlen wir Ihnen, dieses Darlehen beim richtigen Anbieter zu beantragen.

Jeder, der schon einmal umgezogen ist, kennt das: der Umzug von der alten Mietwohnung in das neue Haus oder in eine andere Mietwohnung verursacht hohe Kosten. Die meisten Vermieter bestehen auf drei Monatskaltmieten als Kaution. Bei den heutigen Miethöhen wird da schon mal der finanzielle Spielraum überschritten. Außerdem muss die alte Wohnung renoviert werden und wahrscheinlich möchten Sie in der neuen Wohnung den einen oder anderen Akzent setzen. Diese finanziellen Belastungen sind zwar einmalig notwendige Ausgaben, aber Sie können die anfängliche Euphorie eintrüben.

Der Kautionskredit kann schnell und einfach aus dieser Misere helfen. Sie erhalten den notwendigen finanziellen Handlungsspielraum. Mit einem online abgeschlossenen Ratenkredit bleiben Sie flexibel und können diesen Kredit dank niedriger Zinsen und Nebenkosten in überschaubaren monatlichen Raten wieder zurückzahlen.

Sie können das komplette Prozedere vom Antrag über die Genehmigung und die Auszahlung innerhalb weniger Tage durchführen. Dadurch erhalten Sie Ihren Kautionskredit schnellstmöglich. Und das sogar ohne Schufa-Eintrag.

Dennoch gilt auch beim Mietkautionskredit: Neben einem gezielten Vergleich der Kreditangebote der verschiedenen Darlehensgeber benötigen Sie auch einen guten Schufa-Score als Sicherheit für die kreditgebende Bank.

Welche Vorteile haben Sie durch einen Kautionskredit?

Zweifelsohne sind Ihre neu gewonnene Liquidität und die finanzielle Flexibilität die größten Vorteile. Da die Kaution bis nach dem Auszug beim Vermieter bleibt, steht Ihnen dieses Geld bis dahin nicht zur Verfügung. Bei einem Kautionskredit erhalten Sie mit jeder zurückgeführten Rate einen Teil Ihrer Flexibilität zurück.

Die kreditgebende Bank verlangt vom Kreditnehmer Zinsen und diese werden jeden Monat fällig. Ein Vorteil des Kautionskredits ist, dass die Zinsen für diese Art Darlehen, welche meistens Summen von unter 10.000 Euro haben, deutlich niedriger als bei einem Dispokredit oder bei klassischen Konsumentenkrediten sind.

Unter welchen Voraussetzungen können Sie einen Kautionskredit erhalten?

  • Wohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland.
  • Volljährigkeit
  • Deutsches Bankkonto
  • Gute Bonität

Wenn Sie diese Voraussetzungen erfüllen, haben Sie gute Chancen auf einen Kautionskredit, da die Banken oder die Bürgen ihr Ausfallrisiko so gering wie möglich halten möchten.

Dass die Kreditwürdigkeit überprüft wird, ist eine bekannte Tatsache und gängige Praxis. Kreditversicherer führen bei der Übernahme einer Kautionsbürgschaft eine digitale Überprüfung der Kreditwürdigkeit bei der Schufa oder bei #Infoscore durch. Sie können dadurch innerhalb weniger Minuten über die Kreditvergabe entscheiden. Banken hingegen überprüfen die finanzielle Situation des Antragstellers, gerade wenn es sich um Privatpersonen handelt, generell etwas ausführlicher.

Die beantragte Summe des Kautionskredits muss den gesetzlichen Vorgaben entsprechen und darf den Betrag der Mietkaution nicht übersteigen. Bei Vermietung an Privatpersonen ist die Mietkaution auf drei Monatskaltmieten begrenzt.

Welche Möglichkeiten zur Kreditfinanzierung der Mietkaution gibt es?

Für viele Menschen sind die Kosten, die bei einem Umzug entstehen, eine echte Herausforderung. Man muss neben den Umzugskosten auch die geforderte Kaution hinterlegen und braucht zusätzlich zu den Renovierungskosten oft noch ein bisschen Geld für eine neue Einrichtung, da die alten Möbel nicht immer in die neue Wohnung passen, in die Jahre gekommen sind oder auch beim Umzug beschädigt wurden.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, sich die Mietkaution über einen Kredit zu finanzieren.

Der Einsatz des Dispokredits zur Finanzierung der Mietkaution ist eine oft genutzte Variante, um die Kaution zu hinterlegen. Der von der Hausbank gewährte Dispokredit, der nichts anderes als eine Kontoüberziehung ist, wird in voller Höhe der Kautionssumme zum Vermieter überwiesen. Diese schnelle und leicht verfügbare Lösung ist aufgrund der extrem hohen Zinsen eine sehr teure Art, um die Kaution aufzubringen. Ein Nachteil ist, dass der finanzielle Spielraum extrem eng wird, da man durch die Kontoüberziehung sehr nah am Limit des verfügbaren Geldes ankommt.

An ein klassisches Bankdarlehen kommt man mit geringeren Kosten und einem etwas höheren Aufwand, da die Bonität durch das kreditgebende Institut geprüft wird. Wer einen Dispokredit in Höhe von drei Monatskaltmieten bekommt, sollte von seiner Bank auch einen Kleinkredit oder einen Ratenkredit in derselben Höhe erhalten. Mit einem Kreditvergleich sichern Sie sich zusätzlich bessere Konditionen.

Der ausgezahlte Kredit entspricht der Mietkaution und wird in einem Betrag an den Vermieter überwiesen. Dann wird der Kredit in gleichen Monatsraten, die den finanziellen Möglichkeiten des Kreditnehmers entsprechen, an die Bank zurückbezahlt.

Zahlung der Mietkaution durch die Aufnahme eines Darlehens

Falls es Ihnen nicht möglich ist, die Mietkaution in voller Höhe in bar oder per Überweisung zu hinterlegen, ist ein Ratenkredit Ihrer Hausbank eine gute Alternative. Alle Banken bieten Ihnen Kleinkredite für solche Fälle an.

Welche Vorteile die Kreditaufnahme hat:

  • Kleinkredite haben relativ geringe Zinskosten. Die maximale Höhe von drei Monatskaltmieten, die durch § 551 Abs. 1 BGB festgelegt wird, bewegt sich üblicherweise zwischen 1.000 und 3.000 Euro. Kleinkredite in dieser Größenordnung werden von den Kreditinstituten zu relativ niedrigen Zinssätzen vergeben.
  • Die Sicherheitsanforderungen sind nicht allzu hoch. Bei Kleinkrediten stellen die Banken keine besonderen Anforderungen. Falls Sie ein regelmäßiges Einkommen, welches über dem Pfändungsfreibetrag liegt, haben, sollte einem Kleinkredit nichts im Wege stehen.
  • Pünktliche Hinterlegung der Mietkaution. Durch die Aufnahme eines Darlehens können Sie die gesamte Kaution pünktlich überweisen. Dies verbessert Ansehen und Ihre Bonität beim Vermieter.
  • Ihre Kaution wird verzinst. Nach § 551 Abs. 3 BGB ist Ihr Vermieter verpflichtet, die Kaution auf ein gesondertes Sparkonto einzuzahlen. Dieses muss mit der marktüblichen Verzinsung für Spareinlagen mit dreimonatiger Kündigungsfrist ausgestattet sein. Nach Beendigung des Mietverhältnisses bezahlt der Vermieter die Kaution nebst den aufgelaufenen Zinsen an Sie zurück.

Welche Nachteile hat eine Kreditaufnahme?

  • Finanzielle Belastung durch die monatlichen Raten zur Tilgung des Kredits. Ab dem Folgemonat der Auszahlung beginnt die Tilgung in gleichbleibenden Monatsraten, welche das Haushaltsbudget belasten.
  • Bei einem zu hoch gewählten Kreditbetrag kann es sein, dass der Schuldendienst die finanzielle Leistungsfähigkeit übersteigt und man in die Überschuldung rutscht.
  • Die Zusatzbelastung durch die Zinszahlungen ist gerade bei niedrigen Kautionssummen oft nicht nötig. Sie stellen dem Vermieter eine Sicherheitsleistung und haben zusätzlich noch die Zinskosten. Diese Zinsen werden nicht vom Vermieter erstattet und werden meistens auch nicht durch die Guthabenzinsen des Kautionskontos ausgeglichen. Ausnahme: Der Mietvertrag läuft nach der Tilgung des Kredits sehr lange weiter. Dann kann der Guthabenzins die Kreditzinsen übersteigen. Unser Tipp: Nutzen Sie die gesetzlich festgelegte Regelung, die es Ihnen nach § 551 Abs. 2 BGB erlaubt, die Kaution in drei gleichen monatlichen Raten zu überweisen. Dies muss zum Beginn des Mietverhältnisses zusammen mit den Mietzahlungen geschehen. Diese Lösung ist dazu noch komplett zinsfrei!
  • Bei Studenten oder Auszubildenden, deren Einkünfte nicht über den Pfändungsfreibetrag steigen, werden gelegentlich zusätzliche Sicherheiten von den Kreditgebern gefordert. Eine gerne von den Banken geforderte Restschuldversicherung verteuert das Darlehen zusätzlich und sollte bei diesen relativ geringen Darlehenssummen vermieden werden. Eine Bürgschaft der Eltern kann alternativ zur Restschuldversicherung eingesetzt werden.
  • Berufsunfähigkeit ist ein nicht zu unterschätzendes Risiko. Falls dieser Fall eintreten sollte, kann jede Art von Darlehen schnell problematisch werden. Das Einkommen verringert sich meist in erheblichem Umfang und man muss Kosten reduzieren, wo immer es geht. Die verbliebene Restschuld kann je nach Laufzeit zu einem schwer kalkulierbaren Risiko werden. Laut einer Analyse der deutschen Aktuarvereinigung aus dem Jahre 2018 liegt die Gefahr einer Berufsunfähigkeit bei 25 %. Das bedeutet, dass jeder vierte Arbeitnehmer während seines Arbeitslebens mindestens einmal berufsunfähig wird. [Quelle: DAV, Deutsche Aktuarvereinigung]. Diese Statistiken führen dazu, dass die Banken häufiger nach einer Absicherung der Arbeitskraft mittels einer geeigneten Versicherung fragen.